Unterwasserlaufband, Aquatrainer

Schwerpunkt der Unterwasserlaufbandtherapie ist es, Schmerzen zu lindern, den Muskelaufbau zu fördern, die Gelenkbeweglichkeit (ROM) zu verbessern und Bewegungsabläufe wiederherzustellen.

Bei der Physiotherapie im Unterwasserlaufband lassen sich die physikalischen Eigenschaften des Wassers optimal nutzen:

  • der Körper verliert an Gewicht, dadurch können schmerzhafte Gelenke leichter und mit geringerer Belastung trainiert werden
  • Stärkung der Muskulatur durch den Wasserwiderstand bei schmerzarmer Bewegung
  • das Wasser stabilisiert den Körper für die Durchführung von Bewegungen, die an Land nicht möglich wären
  • durch die Massagewirkung können Schwellungen und Ödeme reduziert werden
  • durch die Laufbandbewegung werden aktive Bewegungsmuster stimuliert

Anwendungsbereiche sind:

  • Rehabilitation nach allen Knochenbruch– und Gelenkoperationen
  • Rehabilitation bei neurologischen Erkrankungen wie Bandscheibenvorfall, Infarkt, Myelopathie (Aktivierung der Bewegungsmuster durch Mechanorezeptoren)
  • Muskelaufbau und Verbesserung der Gelenkfunktion und -stabilität bei Arthrosen, Spondylosen, Hüftgelenkdysplasie (HD)
  • Herz-Kreislauftraining

Behandlungsverlauf
Zunächst ist eine Sitzung zur Gewöhnung des Patienten an das Unterwasserlaufband vorgesehen. Meist tolerieren die Vierbeiner das Laufband so gut, dass eine erste kurze Trainingseinheit erfolgen kann. Nach weiteren 3 bis 5 Trainingseinheiten (1 bis 2 Mal wöchentlich) kann entschieden werden, ob und in welchem Abstand weitere Behandlungen empfehlenswert sind.
Die letzte Mahlzeit vor dem Training sollte mind. 2 Stunden zurückliegen. Bitte bringen Sie ein Handtuch mit. Nach der Therapie können die Patienten gefönt werden.

Schwimmen oder Unterwasserlaufband?
Schwimmbewegungen unterscheiden sich deutlich von den Bewegungsabläufen während des Gehens. Beim Schwimmen werden auch Schonhaltungen und Lahmheiten beibehalten. Die meisten Patienten benutzen hierbei nur die Vorderbeine und der gewünschte Trainingseffekt bleibt aus.
Im Aquatrainer erfolgt die Belastung gezielt und gleichmäßig durch den Laufbandstimulus. Die Geschwindigkeitskontrolle ermöglicht eine optimale Anpassung. Schwimmen dient der Koordination und Kondition aber nicht der gezielten Bewegungstherapie.

Risiken
Patienten mit Infektionskrankheiten oder noch nicht verheilten Operationswunden können vorübergehend nicht therapiert werden. Nach Abheilen einer OP-Wunde kann bereits in der Schonphase mit dem Training begonnen werden, so dass die Rekonvaleszenzzeit verkürzt wird.Bei Patienten mit Herz-und Lungenerkrankungen kann eine angepasste Therapie erfolgen.